

dern wie Bulgarien (4,8), Zypern, Griechenland, Ungarn oder Por-
tugal (jeweils 6,2), welche die geringsten Zufriedenheitswerte auf-
weisen; die höchste Lebenszufriedenheit wird umgekehrt in den
skandinavischen Ländern Dänemark, Finnland und Schweden
(jeweils 8,0) beobachtet (vgl. Eurostat, 2015, S. 243; vgl. hierzu auch
OECD, 2015, S. 97f.). Das Niveau der Lebenszufriedenheit spiegelt
somit einerseits ein Wohlstands- wie andererseits ein regionales
Nordwest-Südost-Gefälle wider: Der Nordwesten Europas ist
gegenüber dem Südosten deutlich zufriedener; Österreichs Position
entspricht insofern durchaus seiner ökonomischen und geografi-
schen Lage (vgl. Tichy, 2013, S. 325).
Auf Basis der erhoben Daten konnt e auch für den Weit erbildungs -
sektor in Kärnten ein detaillierter Blick – u.a. auch differenziert nach
den interessierenden Gruppen – auf diese Maßzahl gegeben werden
um zu untersuchen, ob atypische Beschäft igungsfo rmen mit einer
geringeren Life Satisfaction unte r den Erwachsene nbildne r/innen
einher gehen. So konnt e zu Beginn – getrennt nach dem Tätigkeits-
umfang – auf Basis eines Mittelwertvergleiches (t-Tests) festgestellt
werden, dass die Gruppe der Nebenberuflichen mit einem
Mittelwert
von 8,3 eine statistisch signifi kant höhere Lebens
-
zufriedenhei t aufwe ist als deren hauptberuflichen Kolleg/inne n (7,6;
t =
-
3,194; p =0,002; n = 210).
Getrennt nach dem Geschlecht konnte hingegen kein signifikanter
Unterschied
ausgemacht
werden; Frauen liegen mit einem Mittelwert
von 7,8 nur marginal unter dem entsprechenden Wert der Männer
(8,2; t = –1,504; p = 0,134; n = 210). Auch nach Alter differenziert
ließ
sich kein Unterschied hinsichtlich der insgesamten Lebenszu-
friedenheit feststellen. Zwar gab die jüngste Kohorte (20-34 Jahre)
einen Durchschnittswert von 8,0, die mittlere (35-49 Jahre) von 7,6
und die Gruppe der 50+ den höchsten Wert der Life Satisfaction mit
8,3 an, diese Differenzen sind für statistische Signifikanz allerdings
zu
gering (t = 1,614; p = 0,202; n = 210). Ebenfalls kein Unterschied
besteht hinsichtlich des formalen Bildungsniveaus der befragten
Trainer/innen im Weiterbildungssektor in Kärnten, auch wenn die
Hochqualifizierten eine geringfügig höhere Lebenszufriedenheit (8,1)
angaben, als die Gruppe der Niedrigqualifizierten mit 7,9 (t = 1,009;
p = 0,314; n = 210).
Erfreulich ist, dass auch hinsichtlich der Fokusgruppe, den atypisch
Beschäftigten, ebenfalls kein statistisch signifikanter Unterschied
und damit eine fast idente Lebenszufriedenheit im Vergleich zu den
Trainer/innen mit normalem Dienstverhältnis beobachtet wurde (t = -
Politische Bildung
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