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Arbeitslosigkeit und der Druck auf die Einkommen steigen und so die private Nachfrage
dämpfen.
Derzeit befindet sich der Euroraum in einer moderaten Aufschwungphase. 2016 dürfte der
Euroraum real um 1,6 Prozent wachsen, 2017 nur marginal schwächer. Die Wachstumsun-
terschiede im Euroraum nehmen zu. Italien leidet unter einem angeschlagenen Bankensek-
tor sowie hoher politischer Unsicherheit und bleibt das Sorgenkind der Eurozone.
Deutschlands Konjunktur läuft nach einer Wachstumsdelle im Sommer 2016 derzeit wieder
spürbar besser. Auftragslage, Stimmung und Beschäftigung sind vor allem in der Industrie
und der Bauwirtschaft verbessert. Die Prognosen wurden von den deutschen Wirtschafts-
forschern
für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes 2016 von 1,6 auf 1,9 Prozent er-
höht. Das wäre das größte Plus seit fünf Jahren.
Für Heuer wird ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts der MOEL 5 (Polen, Slowakei, Slo-
wenien, Tschechien und Ungarn)von knapp 2,5 Prozent vorhergesagt. 2017 wird sich das
Wirtschaftswachstum wieder auf 2,8 Prozent verstärken. Damit expandiert allerdings die
Wirtschaft dieser wichtigen Handelspartner Österreichs 2016 und 2017 wesentlich schwä-
cher als 2014 und 2015
Österreich schließt wieder auf
Bis 2013 ist die Wirtschaft in Österreich stärker als im Durchschnitt des Euro-Raumes ge-
wachsen und auch die Rezession 2009 bewältigte die österreichische Wirtschaft besser.
In den Jahren 2014 und 2015 expandierte die österreichische Wirtschaft allerdings deutlich
unterdurchschnittlich. 2016 dürfte das österreichische Wirtschaftswachstum mit 1,6 Prozent
wieder zum Durchschnitt des Euro-Raumes aufschließen.
Am Arbeitsmarkt wird es mittelfristig keine nachhaltige Entspannung geben. Der Anstieg
des Arbeitskräfteangebotes resultiert in den kommenden Jahren vor allem aus einer Zu-
nahme der Ausländerbeschäftigung, der anhaltenden Ausweitung der Frauenerwerbsbetei-
ligung und des erschwerten Zuganges zur Früh- bzw. Invaliditätspension.
Wirtschaft in Kärnten
Im laufenden Jahr dürfte Kärnten ein Wachstum des Bruttoregionalprodukts von ca. 1,2
Prozent erreichen. Damit läge das Wachstumsniveau in Kärnten geringfügig unter dem
prognostizierten Bundesdurchschnitt von 1,6 Prozent.
Das Wirtschaftswachstum in Kärnten wird aber nicht ausreichen, um das hohe Niveau an
Arbeitslosigkeit wirksam zu reduzieren. Die Arbeitslosenquote wird im Jahr 2016 im