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Kinderbetreuung in Kärnten
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Der Bedarf an Betreuungsplätzen wird sich nach Ansicht der Betreuer/innen in den kommenden
Jahren in ihrer Einrichtung eher weiter erhöhen. Davon gehen in Summe 42 Prozent der Einrich-
tungen aus. Die meisten Übrigen erwarten sich, dass die Nachfrage in absehbarer Zeit annähernd
stabil bleiben wird. Von einem Rückgang des Platzbedarfs gehen nur wenige aus. Die vergleichs-
weise höchsten Bedarfszuwächse sehen die Horte und die Kinderkrippen (jeweils ca. die Hälfte).
Seitens der Kindergärten und Kindertagesstätten rechnen rund vier von zehn Einrichtungen da-
mit, dass sich die Nachfrage in den kommenden Jahren weiter erhöhen wird.
Und wie schätzen Sie in den kommenden Jahren die Nachfrage für Ihre Einrichtung ein? (in Prozent)
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Gesamt
Kinderkrippe
Kindertagesstätte
Kindergarten
Hort
deutlich erhöhen etwas erhöhen etwa gleich bleiben etwas zurück gehen stark zurückgehen
Sowohl in den städtischen als auch in den ländlichen Gebieten gehen fast alle Betreuungseinrich-
tungen davon aus, dass die Nachfrage in absehbarer Zeit entweder zunehmen oder zumindest
gleichbleiben wird. Einen abnehmenden Bedarf prognostizierte jeweils nur eine kleine Minder-
heit.
Von den Kinderkrippen in den größeren Städten erwarten sich 44 Prozent in den kommenden
Jahren einen steigenden Bedarf an Plätzen. In den kleineren Gemeinden rechnet man damit zu
noch höheren Anteilen (57 %).
Von den Kindertagesstätten gehen in den unterschiedlichen Gemeindegrößen relativ gleichför-
mig rund 35 bis 40 Prozent davon aus, dass die Nachfrage nach Plätzen weiter steigen wird. Das-
selbe gilt für die Kindergärten. Von ihnen erwarten sich jeweils rund vier von zehn eine zuneh-
mende Nachfrage.
Bei den Horten rechnet man vor allem in den mittelgroßen Städten mit einem steigenden Bedarf
an Plätzen (60 %). In den kleineren Gemeinden erwartet sich die Hälfte der Horte eine solche
Entwicklung; in den größeren Städten sind es hingegen nur rund 30 Prozent.
Aus diesen Einschätzungen lässt sich natürlich noch nicht die tatsächliche Nachfrage nach Be-
treuungsplätzen bzw. der derzeit ungedeckte Bedarf ableiten, da dieser oft erst nach einem er-
weiterten Angebot angemeldet wird. Eltern wissen im Regelfall über die Platzangebote in ihren
Gemeinden Bescheid. Wenn diese etwa in Bezug auf die Öffnungszeiten oder die Platzkapazitä-
ten unzureichend sind, werden die Einrichtungen vielfach wohl gar nicht kontaktiert.