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tipp 02/17

k aernten.arbeiterk

ammer.at

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12-Stunden-Arbeitstage,

wiewäre das?

„Kein Privatl

Was laut den Befragt

wenn ein 12-Stunden-Ar

Mehr als 16.000 Menschen haben einen Online-Fragebo-

gen zumThema Arbeitszeiten auf der Website der Arbei-

terkammer ausgefüllt. Die Ergebnisse und Statements:

ƒ

ƒ

83 Prozent

glauben, sie wären von einem 12-Stunden-Tag betroffen.

ƒ

ƒ

90 Prozent

sagen, es wäre für sie „sehr oder eher schwierig“, wenn der

Arbeitgeber jederzeit 12-Stunden-Arbeit verlangen könnte.

ƒ

ƒ

89 Prozent

sagen, es wäre für sie „sehr oder eher schwierig“, wenn ihnen

vorgeschrieben würde, wann Zeitguthaben aufzubrauchen sind.

ƒ

ƒ

83 Prozent

sagen, es wäre für sie „sehr oder eher schwierig“, wenn an

mehreren Tagen hintereinander 12 Stunden lang gearbeitet würde.

ƒ

ƒ

95 Prozent

sagen, es wäre „sehr oder eher wichtig“ für sie, selbst zu ent-

scheiden, wann Gutstunden verbraucht werden.

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ƒ

23 Prozent

der Befragten haben bisher noch nie 12 Stunden lang gear-

beitet. Alle anderen haben das schon jetzt zumindest fallweise getan.

ƒ

ƒ

74 Prozent

der Eltern sehen es als „sehr oder eher schwierig“, 12-Stun-

den-Arbeitstage mit den Bedürfnissen der Kinder zu vereinbaren.

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80 Prozent

sind der Ansicht, Sport und Hobbys wären bei 12-Stunden-

Arbeitstagen vernachlässigt.

Ich wünsche mir keine Gesellschaft, in der nur

noch gearbeitet wird.“

Dann kann ich Weiterbildung, Freunde, Haus-

halt und die geplante Familie vergessen, weil ich

keine Zeit mehr dafür hätte.“

Kinder und Bekannte haben nichts mehr von

mir nach einem 12-Stunden-Tag.“

Ständige Erschöpfung.“

Gemütliche Feierabende zu machen ist dann

nicht mehr möglich. Für Sport bleibt auch kei-

ne Zeit mehr. Das merkt der Körper schnell und

reagiert mit Schlaflosigkeit nachts und Trägheit

tagsüber.“

Keine Zeit mehr für Hobbys, weil es einfach zu

spät ist, noch rauszugehen bzw. weil man nach

einem 12-Stunden-Arbeitstag erschöpft ist und

einfach nur noch auf der Couch liegen möchte.“

Ich war im Turnusdienst der ÖBB beschäftigt,

abwechselnd 12 Stunden Tag oder 12 Stunden

Nacht. Wir haben zwei Kinder. Meine Frau konnte

zehn Jahre lang keinen Beruf ausüben, weil ich sie

bei der Kindererziehung nur zeitweise unterstüt-

zen konnte.“

Eine aktuelle AK-Online-Umfrage

ergab: 90 Prozent der Teilnehmer

gaben an, es wäre für sie „sehr oder

eher schwierig“, wenn der Arbeit-

geber jederzeit 12-Stunden-Arbeit

verlangen könnte.

AK jetzt live

Wer keine Zeit findet, bei der Vollver-

sammlung der AK Kärnten dabei zu sein,

hat die Möglichkeit, die Beschlüsse und

Forderungen an Land und Bund live im

Internet zu verfolgen. Die AK Kärnten

überträgt die Vollversammlungen – eine

tagte bereits am 1. Juni

heuer erstmals

via Livestream. „Wir kämpfen für unsere

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,

f

i

kaernten.arbeiterkammer.at/livestream

Fotolia/Bounlow-pic

und das soll auch jeder sehen – je mehr

Transparenz, desto besser“, so AK-Prä-

sident Günther Goach.

ZumNachsehen

Alle Tagesordnungspunkte, Berichte

oder auch einzelne Wortmeldungen

können nochmals online über die Me-

diathek der Arbeiterkammer abgerufen

werden. Der Link zum Livestream so-

wie zur Online-Mediathek:

AK