Mobbing
36 AK Infoservice Es lohnt sich, Preisvergleiche einzuholen. Bei der zuständigen Gebietskrankenkasse ist abzuklären, in welcher Höhe und unter welchen Voraussetzungen eine Therapiestunde refundiert wird bzw. welche Kostenzuschüsse geleistet werden. Die Liste der eingetragenen klinischen Psychologen und Psychothera- peuten liegt beim Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend auf. Berufliche Supervision und Mediation Um Mobbingkonflikten vorzubeugen, aber auch zur Lösung bereits einge- tretener Mobbingsituationen können berufliche Supervision und Mediati- on eingesetzt werden. Supervision bietet die Möglichkeit, über berufliche Probleme, Konflikte und Belastungen, aber auch Erfolge und Fortschritte in der Arbeit zu spre- chen. Das professionelle Handeln soll damit zielgerichteter und zufrieden- stellender gestaltet werden können. Der Schwerpunkt liegt dabei meist in der Förderung der Kommunikation und der gemeinsamen Suche nach Lösungen zur Hebung der Arbeitszu- friedenheit. Supervision ist ein professioneller Zugang zu berufsbedingten Belastungen, die dadurch bewältigt werden können. Sie ist ein wichtiges Mittel der Mobbingprävention, weil Konflikte bereits in einem frühen Sta- dium erkannt und entschärft werden können. Mediation (wörtl. „Vermittlung“) ist ein spezielles Verfahren der Konfliktlö- sungdurch einenunparteiischenDritten (Mediator), der von allenBeteiligten akzeptiert wird. In einemmehrstufigen Prozess fördert der Mediator die Ko- operations- und Kommunikationsfähigkeit sowie ziel- bzw. zukunftsorien- tiertes Handeln. Er bringt die Beteiligten wieder miteinander ins Gespräch und steuert den Gesprächsverlauf, um einvernehmliche und tragfähige Lösungen zu erar- beiten. Mediation ist eine wirksame Methode, schwere Konflikte zwischen zwei oder mehreren Beteiligten zu regeln, bei denen direkte Gespräche gescheitert sind oder feststecken. Voraussetzung ist, dass alle an weite- ren Beziehungen interessiert sind und eine einvernehmliche Lösung an- streben. Die Teilnahme an Supervision und Mediation ist immer freiwillig. Die Ko- sten übernimmt in vielen Fällen der Arbeitgeber.
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