Mobbing

18 AK Infoservice Wenn man weiß, wo die eigenen Schwachpunkte liegen, an denen man angreifbar oder gefährdet ist, kann man sich in diesen Punkten beson- ders gut schützen. Das betrifft private Dinge, über die während/nach dem Mobbing nicht mehr gesprochen werden sollte, Nachlässigkeiten in der Arbeit, die man sich nicht mehr erlauben darf usw. Zugleich steckt man seine eigenen Grenzen ab. Bei schwerem und/oder lang anhaltendem Mobbing stellt sich die Frage, ob man an dieser Arbeitsstelle bleiben oder lieber gehen möchte. Manch- mal ist ein Wechsel innerhalb des Betriebes möglich, manchmal muss man sich überhaupt um einen neuen Arbeitsplatz umsehen. Wenn man sich für das Bleiben entscheidet (oder nicht so einfach wechseln kann), geht es darum, die Mobbinghandlungen wirkungsvoll zu unterbinden oder ihnen so gut wie möglich auszuweichen. Gesprächs- und Bündnispartner suchen Mobbing greift das Selbstwertgefühl an. Aus diesem Grund sollte man unbedingt das soziale Netzwerk einschalten, d.h. mit Freunden und außenstehenden Kollegen über die Situation sprechen, sie um ihre Ein- schätzung bitten und auch am Arbeitsplatz nach Verbündeten suchen. Der Blick von außen relativiert viele Dinge, die man in der Arbeit erlebt. Auch die eigenen Stärken werden einem wieder bewusst. Der Ausgleich in der Freizeit hilft, von den Problemen in der Arbeit nicht aufgefressen zu werden. Zugleich erhält man von Freunden wichtige Rückendeckung und emotionale Unterstützung, die man in der Mobbingabwehr und in der „Wiederaufbauphase“ danach benötigt. Die Abhängigkeit von Mobbern verringern Ein wichtiger Schritt zur Beendigung des Mobbings ist, innere und äußere Distanz zum Mobber zu gewinnen. Dazu gehört einerseits, nicht ständig über die bedrückende Situation am Arbeitsplatz und die möglichen Grün- de oder die Persönlichkeit des Mobbers nachzugrübeln. Andererseits soll- te die reale Abhängigkeit vom Mobber so weit wie möglich reduziert wer- den (z.B. Arbeitsbereiche trennen, sich keine Freundlichkeiten erwarten). Um Mobbing wirkungsvoll zu beenden, kann man den Mobber auch auf seine Handlungen ansprechen. Zeitpunkt, Ort und die richtigen Worte sind

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