Mobbing
15 AK Infoservice diesem Fall ist eine aktive Auseinandersetzung mit der Situation nicht mehr geboten. Der Entschluss, aus dem Betrieb wegzugehen, muss umgesetzt werden und alle damit in Zusammenhang stehenden juris- tischen, aber auch medizinischen Fragen müssen geklärt werden. Was können Mobbingbetroffene konkret tun? Die wichtigsten Schritte der individuellen Mobbingabwehr sind: 1. Bestandsaufnahme: Was passiert? Wer macht was? 2. Eigene Schwachpunkte und mögliche Gefahren erkennen 3. Überlegen: Bleiben oder gehen? 4. Gesprächs- und Bündnispartner suchen 5. Die Abhängigkeit vom Mobber verringern 6. Den Mobber auf seine Handlungen ansprechen 7. Selbstbewusst auftreten 8. Persönliche Angriffe abwehren 9. Mit Vorgesetzten sprechen, Betriebsrat einschalten 10. Beratungsstelle aufsuchen, den Rechtsweg beschreiten Mobbing-Tagebuch *) *) Seite als Vorlage zum Kopieren – siehe nächste Seite Wenn man den Verdacht oder den Eindruck hat, gemobbt zu werden, sollte man mit einer Bestandsaufnahme beginnen: Was genau passiert? Wer macht was, wie oft, wo usw. Die Absichten und Motive spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist vor allem eine möglichst präzise Auflistung von Verhaltensweisen. Am besten ist ein Mobbingtagebuch, in das die verschiedenen Handlungen eingetragen werden: Ein Mobbingtagebuch hat einen zweifachen Nutzen: Erstens sichert es Fakten und hilft so, im Fall einer Auseinandersetzung oder Konfrontation den eigenen Standpunkt zu untermauern. („Es war am 6. Mai um 8.30 Uhr.“ ist wesentlich präziser und glaubwürdiger als „irgendwann im Früh- ling“.) Zweitens hilft das Tagebuch, inneren Abstand zu den Vorfällen zu gewinnen, indem man sie schriftlich festhält (und sich dann auch anderen Dingen zuwenden kann).
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