Mobbing
14 AK Infoservice MASSNAHMEN GEGEN MOBBING – INTERVENTIONEN Abhilfe gegen Mobbing kann auf mehreren Ebenen erfolgen: auf der in- dividuellen Ebene, auf der Teamebene und auf der betrieblichen Ebene. Der Lösung des Mobbingproblems Priorität geben Das Gefühl, Mobbing ausgesetzt zu sein, entmutigt, kränkt und schwächt. Es ist daher durchaus verständlich, dass man das Problem am liebsten verdrängen möchte. Verdrängen führt aber vielfach zu Erkrankungen und signalisiert den Mobbern, dass sie ohnehin nichts zu befürchten haben. Nur aktive Gegenwehr kann Mobber einbremsen. Je nach dem, wie weit der Mobbingprozess fortgeschritten ist und wie groß die noch vorhandenen Ressourcen des Mobbingbetroffenen sind, gibt es verschiedene strategische Varianten: › Kooperative Variante: Damit ist eine alle Interessen berücksichtigende Gesamtlösung der Mobbingsituation gemeint. Diese Variante wird dann gewählt, wenn man davon ausgeht, mit den Widersachern zu einer Einigung zu kom- men und Chancen für eine positive Lösung sieht. Das gewählte Ver- halten besteht dann darin, dass sich Gemobbte ausdrücklich gegen diffamierendes Verhalten verwahren, aber im Blick behalten, dass es hinter dem diskriminierenden Verhalten einen Konflikt gibt, an dessen Lösung sie bereit sind mitzuwirken. › Konfrontative Variante: Diese wird gewählt, wenn es nicht mehr möglich ist, mit den Mobbern zu verhandeln, weil die Grenzen des Zumutbaren überschritten wur- den, weil es keinerlei Unterstützung gibt und auch Vorgesetzte nichts tun. Das Verhalten zielt auf die Durchsetzung von Rechten ab, Kon- fliktlösung steht dabei nicht mehr im Vordergrund. Zumeist werden ju- ristische Maßnahmen gesetzt. › Defensive Variante: Dieses Verhalten bietet sich an, wenn Mobbing zu spät erkannt wurde und der Prozess bereits weit fortgeschritten ist, oder wenn Gemobbte bereits krank sind. Es muss dann bereits sicher sein, dass das Weg- gehen aus der Situation das einzig gesundheitlich Zumutbare ist. In
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