Mobbing

11 AK Infoservice Ein erhöhtes Mobbingrisiko besteht u.a. für › Frauen generell (75% erhöhtes Mobbingrisiko gegenüber Männern), › Frauen speziell unter 25 Jahren und in traditionellen Männerpositionen oder -berufen, › Männer über 50 Jahren, › Praktikanten, Berufsanfänger, neu ins Team gekommene Kollegen, › Menschen mit auffälligen Behinderungen (z.B. starke Brille, Hörgerät, Gehbehelf). Bei Mobbingprozessen taucht immer wieder die Behauptung auf, dass Betroffene an der Mobbingsituation selbst schuld seien, dass sie beson- ders schwierige Persönlichkeiten seien oder durch ihre auffälligen Verhal- tensweisen Mobbing erst verursacht hätten. DemwidersprechenaktuelleUntersuchungen inösterreichischenMobbing- beratungsstellen, die zeigen, dass es KEINE spezielle „Opferpersönlich- keit“ gibt. Mobbingbetroffene zeigen keine Persönlichkeitseigenschaften, die Mobbing provozieren. Sie zeigen sich allerdings nachgiebiger und ver- söhnlicher, aber auch aufrichtiger und freimütiger als Nichtbetroffene. Mobbing entsteht nicht aufgrund auffälliger Persönlichkeiten oder Verhal- tensweisen, sondern: Mobbing treibt Personen immer mehr in die Enge, sodass sie am Ende auffällige Verhaltensweisen an den Tag legen. Ge- reiztheit, sozialer Rückzug, emotionale Labilität, Leistungsabfall etc. sind Folgen von Mobbing, nicht Ursache. Täter – Opfer – Betroffene Mobbingsituationen sind durch eine soziale Schieflage, also durch ein Unter- bzw. Überlegenheitsverhältnis charakterisiert. Man kann auch von einer Täter-Opfer-Beziehung sprechen. › Bullying: Mobbing, Psychoterror am Arbeitsplatz, Aggression auf glei- cher Ebene › Bossing: Der Chef mobbt den Mitarbeiter; Mobbing von oben nach un- ten › Staffing: Miarbeiter mobben den Vorgesetzen; Mobbin von unten nach oben

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